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Text 06.09.08 „Dönerfest“ mit Sabaton, Boomerang, uvm. HDJ Ludwigshafen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

„Dönerfest“ mit Sabaton, Boomerang und vier weiteren Bands
Benefiz-Festival im Haus der Jugend, Ludwigshafen am 06.09.08



Helfen und Feiern. Unter diesem Motto des Rotaract-Clubs Ludwigshafen stand das kleine Metalfestival zugunsten von Frauen in Nigeria. Grund genug für bleedingnose, uns auf den Weg an den Rhein zu machen, um etwas mehr über diese Aktion zu erfahren und natürlich dem Gig von Sabaton beizuwohnen. (Lest dazu auch das Interview mit Sabaton-Basser und Songwriter Pär. Zum Interview geht es HIER)
Statt fand das Konzert im Haus der Jugend, welches mit knapp 300 Leuten auch ausverkauft war. Chris, der Manager von Boomerang und Initiator der Sache, begrüßte mich gleich am Eingang und erzählte mir ein wenig, wie es zu dieser Idee und deren Umsetzung kam. Dazu später noch mehr.
Das Ganze begann schon gegen 16.00 Uhr, weswegen ich aufgrund der längeren Anreise von Stuttgart die erste Band Chucks leider versäumte. Es lohnt sich durchaus, den teilweise klassischen Hardrock dieser Ludwigshafener Nachwuchsband abzuchecken. http://www.myspace.com/chucksonline
Den Auftakt bildete daher für mich die Live-Premiere der Rotzrocker von Chicken Checker. Die Jungs mit dem kultigen Namen haben sich Rock´n Roll Sounds im Stile von AC/DC oder Rose Tattoo mit deutschen Texten verschrieben. Inhaltlich geht’s weitgehend um alles, was uns Männer glücklich macht. Saufen, Weiber, Fussball. Die überraschend griffigen und professionell dargebotenen Mitgröhlhymnen wurden vom inspiriert abrockenden Frontschreihals Chris glaubwürdig intoniert. Für die straight nach vorne gehenden Songs mit dem gewissen Asi-Faktor der Marke „Feinripp“ gab es vom noch etwas spärlich versammelten Publikum auch wohlverdienten Applaus. Die Kraichgauer Hoffenheim-Fans (es gibt also wirklich welche…) rockten (und soffen teilweise) was das Zeug hält. Weiter so, Jungs! www.chickenchecker.net
Zeit für traditionellen Metal aus Speyer von der Band Palace. Den Jungs merkt man an, dass sie eine gute Portion Bühnenerfahrung mitbringen und vor allem Gitarrist und Sänger HP Spiller macht schon rein frisurentechnisch klar, wo der Hammer hängt: Ehrlicher 80er-Jahre Metal im Stile von Accept, Priest und Konsorten mit ordentlich Spaß und Power. Das Quartett bietet riffbetonte Metalkracher, die technisch solide interpretiert sind und live gut auf die Zwölf gehen. Besonders gut gefallen hat mir der mit modernen Breaks versehene Song „the healer“. Wirklich überzeugend. www.palace-music.de
Den Auftritt von Entera aus Franken konnte ich aufgrund des anstehenden Interviews mit Sabaton nur zu Beginn verfolgen. Was ich allerdings von dem Trio hörte, war guter und melodiöser thrashmetal in bester bay area Tradition der Marke Death Angel oder Testament, der reichlich in den Allerwertesten tritt. Reinhören! www.entera.org
Die Lokalmatadoren Boomerang aus Frankenthal spielen eigentlich richtig guten melodischen Powermetal. Leider war aber von den teilweise starken Songs in puncto Melodie und Dynamik an diesem Abend nicht viel zu hören, da der Mixer nicht seinen besten Tag erwischte. So war ausser lautem Bass- und Schlagzeugsperrfeuer wenig bis gar nichts zu erkennen. Schade eigentlich. Die Jungs legten sich dennoch mächtig ins Zeug und zeigten, dass sie sich auf der Bühne absolut wohlfühlen. So wurden die meisten Titel völlig zurecht von den recht zahlreichen Fans der Band gebührend abgefeiert. Powermetal-Fans dürfen sich auf www.boomerang-metal.de gern von der Qualität der Band überzeugen.
Mir schwante schon Böses, was den Sound des Headliners Sabaton betrifft. Zum Glück stellten sich aber meine Befürchtungen als unbegründet heraus und der Mischer ließ sich eine Menge Zeit für den Soundcheck, weswegen die Jungs auch erst um kurz vor 23.00 Uhr die kleine Bühne enterten. Vom ersten Moment hatten die Männer um Fronter Joakim das Geschehen im Griff und feuerten eine Granate nach der anderen ihrer vier Alben in die feierwütige Menge. Dabei trieben vor allem die Songs des neuen Superalbums Art of War die Temperaturen auf gefühlte 50 Grad. Was zusammen mit dem Bierdunst des reichlich konsumierten Zwei-Euro-Bölkstoffs und der Luftfeuchtigkeit eine hübsche Sauna-Atmosphäre wie nach dem Aufguss ergab. Song um Song wurde von allen Anwesenden begeistert aufgenommen und die sechs sympathischen Schweden gaben mit jeder Menge guter Laune Vollgas bis zur Erschöpfung. Kracher wie 40:1, Primo Victoria oder Atterio Dominatus machten den Club zum Dschungelcamp-Erlebnis und die Truppe um Front-Irokese Joakim wurde konsequent mit lauten Ovationen und Sabaton-Sprechchören belohnt. Sabaton ist live einfach eine Macht, kompromisslos und authentisch. Der Band ist durchaus zuzutrauen, dass sie eine große Metallkarriere hinlegt. Es wäre ihnen zu wünschen. Leider konnte ich den Gig aufgrund der vorgerückten Stunde nicht bis ganz zu Ende genießen, um auf den letzten Zug in Richtung Heimat zu kommen. www.sabaton.net

Ein Auszug aus der Setlist:
Ghost Division
Primo Victoria
40:1
Cliffs of gallipoli
Metal machine
Rise of evil
Dark in the black
Atterio Dominatus

Die Rahmenbedingungen waren auch ganz im Sinne der Veranstaltung mehr als solidarisch. 16 Euro für Sabaton + 5 lokale Acts, 2 Euro für eine halbe Bier, 15 Euro für ein Shirt. So darf das immer sein.
Abschließend noch ein paar Worte zu den Machern. Christian Plötz von Boomerang hatte die Idee für ein Benefizkonzert ohne jedoch Gelder irgendeiner anonymen Hilfsorganisation zu spenden, wo die Transparenz nicht gewährleistet ist. Mit dem Rotaract-Club Ludwigshafen hat er einen Partner gefunden, der garantieren kann, dass jeder mit dem Event erzielte Euro den Nutznießern der Aktion in Nigeria direkt zur Verfügung steht. Eine tolle Sache, welche wieder einmal zeigt, dass Metaller auch gerne für Benachteiligte einstehen. Und nicht zuletzt mit dieser nachahmenswerten Aktion dazu beitragen, das Image unserer Szene weiter zu verbessern. Dank gebührt auch den supernetten Thekenmädels (Hallo Karina J ) vom Rotaract-Club um deren Präsident Martin Schaffranek. Wie mir Martin begeistert erklärte, ist man mit dieser Heavy Metal Party neue Wege gegangen und nach dem Erfolg des Events ist eine Wiederholung nicht ausgeschlossen. Dank an alle Bands und Beteiligten. Großer Sport, Leute!

Pedro
16.09.2008 00:57 Bleeding Nose Crew ist offline E-Mail an Bleeding Nose Crew senden Homepage von Bleeding Nose Crew Beiträge von Bleeding Nose Crew suchen Nehme Bleeding Nose Crew in Deine Freundesliste auf
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