Bleeding Nose Crew 
Master Of Desaster
    

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SUMMER BREEZE #11 - Der Rückblick auf ein Hammer Festival! |
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SUMMER BREEZE OPEN AIR 2008
Der Rückblick!

Vom Mittwoch, 13. bis Samstag, 16. August war mal wieder Moschen ohne Ende angesagt, denn Süddeutschlands größtes Metal Festival hatte zur elften Runde geblasen. Im kleinen und ruhigen Örtchen Dinkelsbühl herrschte vier Tage lang der absolute Ausnahmezustand, denn 25.000 begeisterte Metalfans feierten das fantastische Angebot an über 90 nationalen und internationalen Bands.

Die Veranstalter stocken die Tickets dieses Jahr auf und es war wie auch in den letzten Jahren wieder AUSVERKAUFT! Durch die deutliche Zunahme an Zuschauern wurden auch einige Änderungen am Festivalgelände durchgeführt. Das erste Augenmerk fing schon am Eingang an, welcher freundlich und offener gestaltet wurde. So dass man nicht wie im letzten Jahr direkt im Metal Markt stand. Zweiter Blickfang war dann die großzügig gehaltene FAN-MEILE (Merchandise, Metalmarkt), die zwischen der Zeltbühne und den beiden anderen Bühnen in einem großzügigem „S“ verlief. Am Ende der Fan Meile ging es dann noch einen kleinen Hügel hoch und dann zeigten sich die beiden Hauptbühnen. Auch hier sollte sich was geändert haben, die MAIN- und die PAIN-STAGE tauschten nicht nur Ihre Plätze, Sie standen auch weiter auseinander als in den vergangenen Jahren.
Größter Knackpunkt des Festivals in diesem Jahr war wohl die Anreise. Die Veranstalter hatten wahrscheinlich nicht mit so einer Masse an Leuten am Vortag des eigentlichen Festivals gerechnet. Die Autos stauten sich teilweise bis fast zur Autobahnausfahrt, von der es dann noch ca. 10 Stunden im STOP-AND-GO verfahren bis zur Glaskontrolle inklusive Bädchenausgabe ging. Eine GLASKONTROLLE macht absolut Sinn, und so bemühten sich die Securities so schnell wie möglich aber auch gründlich jedes Auto abzuarbeiten. Der Schweiß und die Überlastung standen den Herren und Damen ins Gesicht geschrieben, also gaben wir Ihnen ein paar Red Bull und bedankten uns für die schnelle Abfertigung, was die Ordner freute weil Sie sonst wohl nur Gemotze hörten. So wie ich die Veranstalter kenne haben Sie bereits eine Lösung dieses Problems für das kommende Jahr.
Während die einem noch im Stau steckten, feierten die ersten Ankömmlinge schon beim METAL.DE Nachwuchswettbewerb die ersten Bands ab. FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND gewannen knapp vor BLOODWORK, danach ging es mit der METALBLADE Night weiter, es rockten unter anderem Bands wie ANIMA, LAY DOWN ROTTEN, BORN FROM PAIN und FLESHCRAWL mächtig ab. Trotz Stau und Aufbaustress waren genügend Metalheads im PARTY-ZELT und auch die Stimmung war hervorragend.
Am nächsten morgen hatte sich dann der Stau weitgehenst aufgelöst, und das Festivalgelände füllte sich sehr schnell, was vielleicht daran lag das die Staukandidaten den Gestern verpassten Gewinner des Nachwuchswettbewerb, FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND unbedingt sehen wollten. Und für einen Opener ging es mächtig ab, der erste CIRCLEPIT kam schon nach 10 Minuten.
Es folgten die ersten Festival Highlights EMIL BULLS, ABORTED, SALTATIO MORTIS, ARCH ENEMY, SOILWORK bis der Headliner HELLOWEEN um 23 Uhr zurück in die 80er einlud. Trotz des 25 jährigem Bestehen der Band, sind die Jungs noch knackig frisch und zauberten über eine Stunde ein hervorragendes Entertainment Programm auf die Bühne.

Auch neu dieses Jahr war das PARTY-ZELT, das nicht nur am Mittwoch mit Bands bestückt wurde. Es rockten donnerstags die Highlights KISSIN' DYNAMITE, DRONE und AHAB tagsüber mächtig ab. Und nach HELLOWEEN auf der MAIN-STAGE ging es im PARTY-ZELT noch mal richtig ab, denn CULT OF LUNA und DESPISED ICON brachten das Publikum noch mal derbe zum Toben und das Zelt zum beben.

Freitagmorgens ist wohl die Zeit an der sich jeder gerne mal seinen ersten Festivaldreck wegwaschen würde. Und genau so sah es dann auch vor den Duschen aus: „Ab hier noch zwei Stunden“ grummelte der ältere Herr noch bevor man die 2€ für die warme Dusche aus seiner Tasche raus holen konnte. Einer der wartenden Gäste rechnete laut seine Interpretation der Kapazität vor und er kam zu dem Ergebnis: „wenn man nur 5 Minuten duscht, kann nur jeder zweite Festivalbesucher duschen“. Aber auch ohne Mathematikstudium merkte man das es zu wenig Duschen sind, wobei der Preis mit 2€ akzeptabel ist. Wir hoffen da wird es nächstes Jahr mehr Möglichkeiten geben.

Wer keine Lust auf DIXI und Co. hatte konnte gleich neben den Duschen die „feste“ Toiletten aufsuchen, wobei es hier diverse Unterschiede gegenüber anderen Festivals gibt. Allen voran ist der Preis der mit 1€ definitiv zu hoch ist, dann wird man von eine griesgrämigen alten Damen angezickt das man keine Klopapierrollen (nicht mal eigens mitgebrachte 4laagige mit Kamillenduft und Blümchenmuster!) mit rein nehmen darf sondern bei Ihr das Klopapier abrollen muss, und zu guter letzt ließ die Sauberkeit absolut zu wünschen übrig. Da hoffen wir auch auf eine Verbesserung.
Am dritten Festivaltag meinte es dann Petrus nicht mehr ganz so gut mit den Festivalbesuchern, denn es regnete teilweise sehr heftig. Gegen die Erwartung dass jeder erstmal aufgrund der niedrigen Temperaturen ausschläft, wurde es beim Opener DARK AGE um elf schon sehr voll vor der Bühne. Der Regen tat der Stimmung den ganzen Tag keinen Abbruch und jede Band wurde von den Festivalbesuchern gefeiert. Genau so muss es sein! Das ist Metal!

Publikumsmagnete waren nicht nur KORPIKLAANI, EXODUS, AS I LAY DYING, SIX FEET UNDER
KATAKLYSM, oder der Headliner SUBWAY TO SALLY. Auch bei END OF GREEN war um kurz vor acht die Bude gerammelt voll. Einen kleinen Vorgeschmack auf das Konzert bekamen die Jungs schon am Vorabend bei Ihrer brechend vollen Autogramm Stunde mit Mitternachtsverkauf des neuen Album THE SICK’S SENSE am METAL.DE Stand.

Auch im PARTY-ZELT gab es am Freitag diverse Highlights wie ENEMY OF THE SUN, ROTTEN SOUND oder SHADOW REICHENSTEIN die einen schon das eine oder andere Mal von der MAIN- bzw. PAIN-STAGE weglockten. Nach dem fast alle heiser von SUBWAY TO SALLYs Auftritt ins PARTY-ZELT kamen, wurden die letzte Reserve aus dem Publikum gelockt, denn TEXTURES, THE VISION BLEAK und JESUS ON EXTASY brachten alle noch mal mächtig zum Abrocken.
Da alle Festivalbesucher am Vorabend ihre köstlichen RAVIOLI Dosen säuberlich aufgegessen hatten, belohnte Petrus Sie auch am letzten Festivaltag teilweise wieder mit etwas Sonne. Und wer könnte einen Samstag besser eröffnen als die Metzger von DEBAUCHERY. Wie auch an den vergangenen Tagen war es schon beim Opener wieder brechend voll, was Sänger THOMAS motivierte den ganzen Platz zum moschen zu bewegen. Leider dieses mal ohne Stripperin, aber dafür wie gewohnt im blutenden Outfit.

Die jüngste Band aller vier Festivaltage waren mit Abstand HACKNEYED, die DEATH METAL Neuentdeckung von NUCLEAR BLAST. Durch die fantastische Performance der Jungs wurden Sie am Ende mit Sprechchören belohnt. Weitere Highlights folgen mit KEEP OF KALESSIN, ENSIFERUM und NEAERA. letztere überzeugten nicht nur durch Ihren guten Kontakt zum Publikum, sondern auch mit einer riesigen WALL OF DEATH. Die Bühnentechnik machte ihnen teilweise einen Strich durch die Rechnung, aber wie gewohnt gaben sie wie immer 100% und das Publikum konnte sich nicht mehr halten.

Gerade die unterdimensionierten Anlagen auf den beiden Hauptbühnen, welche teilweise viele Aussetzer hatten, störten viele Gäste. Im vorderen Bereich war es viel zu Laut und der Sound war sehr kratzig, im hinteren Bereich hingegen war es dann viel zu leise und der Sound klang teilweise etwas matschig. So war es schwierig die Stelle zu finden bei der man einen akzeptablen Sound hat und dazu dann auch noch die dementsprechende Sicht auf die Bühne.
Da jeden Band von mehreren Kameras mitgefilmt wurde, war es sehr schade dass keine Videoleinwand zwischen den beiden Bühne aufgebaut wurde. Bei den ersten Bands war die Sicht auf die Bühne noch sehr gut, aber dann wurde es von Band zu Band voller und die Sicht somit schlechter. Wenn man einen Ausflug ins PARTY-ZELT machte und zu den Headlinern zurück kam, konnte man ohne Opernglas fast nichts mehr erkennen. Aber nichts desto trotz war die Stimmung immer sehr gut.
Zur HEUSCHLACHT forderte HENNING von H-BLOCKX auf, der die Vornacht nicht schlafen konnte weil er nicht verstanden hat was er mit seiner Kapelle auf dem SUMMER BREEZE macht. Allen schlechten Gedanken zum trotz wurden die Jungs mit Ihrem Party-Rock so was von abgefeiert, das hiermit bewiesen ist das fast alle Metaller sämtliche H-BLOCKX Songs mitgrölen konnten. Und so was macht einfach ein Metal Festival aus: Alle Bands finden Beachtung und werden abgefeiert, auch wenn sie stilistisch nicht zu 100% reinpassen!

Die HEUSCHLACHT ging bei dem energiegeladenen Auftritt von SONIC SYNDICATE weiter. Die jungen Schweden nahmen an diesem Abend für Ihr kommendes Album LOVE AND OTHER DISASTERS eine DVD auf. Und somit motivierte die Band das Publikum zum mitsingen, headbangen, springen und zu einem Meer aus Scheibenwischer-Arm-Bewegungen. Die Krönung war nicht nur die erste Live Performance von der neuen Single JACK OF DIAMOND, sondern die „DVD“ Sprechchöre aus dem Publikum welches der Shouter RICHARD initiierte.
Inoffizieller Headliner für den Samstag waren wohl HEAVEN SHALL BURN. Sänger MARCUS, „der Mann der Extreme“, brach wie es zu erwarten war alle SUMMER BREEZE Rekorde. Größter CIRCLE-PIT um beide FOH’s und größte WALL OF DEATH bei der die Leute wieder auseinandergegangen sind um dann ein zweites Mal auf sich los zu rennen. ER hat die Massen einfach im Griff.

Den Abschluss auf der Großen Bühne machte der Festivalgesamtheadliner CRADLE OF FILTH mit einer respektablen Show. Stimmungstechnisch konnten die Herren HSB leider nicht toppen, aber trotzdem haben sie das Programm stielvoll und Headliner-würdig ausklingen lassen.
Den eigentlichen Festivalabschluss machten dann JACK FROST, ANATHEMA und DARK FORTRESS im PARTY-ZELT. Auch hier wurde von der Publikumsseite noch mal alles gegeben. Und wer dann noch nicht genug hatte, konnte sich dann noch bei der METAL HAMMER NIGHT die letzten Haare vom Kopf schütteln.
Nun bleibt nur noch die Frage offen was gibt es auf dem SUMMER BREEZE zu ESSEN und zu TRINKEN. Auf kaum einem anderen Festival findet man so eine Vielfalt an Speisen und Getränken. Des Metallers liebstes wohl ist das BIER und selbige HOPFEN-KALT-SCHALE gab es in zwei Varianten, 0,4 L im schönen END OF GREEN Becher für 3€ und im 1,0 L SUMMER BREEZE Pastik-Maas Krug für 7,7€.
Des Weiteren gab es dann noch die Standards, wie Cola, Fanta, Sprudel. Auch erwähnenswert ist der geniale KAFFEE-STAND, der jegliche Arten von Kaffee zaubern konnte, auch der Eis-Kaffee war fantastisch. Wer eher auf Schwarze Flüssigkeiten mit mehr Alkohol stand ist einfach drei Stände weiter zum JÄGERMEISTER Stand gewandert. Auch hier gab es verschiedenste Kreationen des Kräuterlikörs.

Und wem das wiederum zu bitter war wankte wieder vier Stände zurück zum FICKEN Stand. Nicht nur der rote süße Party-Schnaps erfreute sich äußerster Beliebtheit, sondern auch die Aussagekräftigen Sticker. Selbstverständlich gab es auch eine RED BULL und COCKTAIL Stand.
Die Auswahl an Essen wird von Jahr zu Jahr größer, egal ob Steak, Würstchen, Frühlingsrollen, Flammenkuchen, Döner, Pizza, Burger, vegetarischen, und und und, es ist alles vorhanden. Langosch wurde vom Musikverein in Abstgmünd angeboten, dessen Außenfassade ein Foto von einem der Veranstalter ACHIM OSTERTAG beim Langosch essen zeigt. MAHLZEIT!
Besonderes Augenmerk bekamen von mir zwei Stände, zum einen der Holländische Frittenstand, der mit seinen großen sehr lecker schmeckenden Pommes mit Holländische Mayo, ein nie dran vorbei gehen lies, und zum anderen der DRESDENER HANDBROT Stand. Es gab auf dem ganzen Festivalgelände nicht mehr Essen für 4€ als an diesem Stand. DRESDENER HANDBROT ist einfachgesagt frisches Brot mit Käse in der Mitte, wahlweise mit schicken. Es ist so viel, schmeckt so gut und macht total Satt, mehr kann man für 4€ wirklich nicht bekommen.
Unterm Strich kann man sagen dass es mal wieder Richtig Spaß gemacht hat.
Verbesserungspotential zum nächsten Jahr sind die unterdimensionierten Anlagen auf den Hauptbühnen, die nichtvorhandenen Videoleinwände, die zu geringe Kapazität der Duschen, das teure Spülklo und der lange Stau zum Festival.
Lobenswert hingegen sind die faire Preise, vom Ticket das gerade mal nur 60€ gekostet hat, über die teilweise fairen Essenspreise, bis hin zu den bezahlbaren Merchandise Artikeln. Auch die Umstrukturierung des Festivalgeländes war sehr gelungen und der Ablauf an den vier Festivaltagen war Reibungslose und lief ohne große Komplikationen ab. Von diesem Festival können sich die Grossen in der Branche noch ne dicke Scheibe abschneiden.

Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr!

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